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Der osteopathische Weg zur Diagnose

Die Palpation durch die Finger, der Gedanke durch die Finger, das Sehen durch die Finger sind die einzigen Mittel des Osteopathen, um die Diagnose zu stellen.

– William Garner Sutherland

Neben der Anamnese, der klinischen Untersuchung der Organe, der Bewegungsprüfung und neurologischen Tests ist das Palpieren Grundlage der osteopathischen Diagnostik und Behandlung. Die Hand ist mit Abstand das sensibelste Organ des Körpers. Zur Kontrolle der Hände ist im Gehirn ein größerer Bereich belegt als für den gesamten Rumpf mit Armen und Beinen zusammen! Die Wahrnehmungsfähigkeit der Hand zu schulen ist eine wesentliche Aufgabe des Osteopathen.

Zunächst wird die Gewebsbeschaffenheit und Beweglichkeit untersucht. Temperatur, Spannung und Beweglichkeit der Haut sowie die darunter liegenden Gewebe, die Muskulatur, Bänder, Faszien, Knochen und inneren Organe werden geprüft. Durch einfühlsames, konzentriertes Wahrnehmen lässt sich die Befindlichkeit der Gewebe erspüren. Ein Krankheitsgeschehen ist immer mit Veränderungen der Gewebsqualität und Beweglichkeit verbunden. Solche Veränderungen können bereits festgestellt werden, bevor die Störung Krankheitssymptome hervorgebracht hat.

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