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Manuelle Homöopathie

Es gibt zwei Wege, die zur Heilung führen. Alle Therapieverfahren lassen sich dem einen oder anderen Prinzip zuordnen:

  • contraria contrarii curentur = Gegensätzliches werde mit Gegensätzlichem geheilt
  • similia similibus curentur = Gleiches werde mit Gleichem geheilt

Ein einfaches Beispiel mag den Unterschied veranschaulichen. Bei Fieber lässt sich die Körpertemperatur durch kühlende Wadenwickel senken. Die andere Möglichkeit ist, die Temperatur durch ein heißes Fußbad noch leicht weiter erhöhen. Der Körper reagiert darauf mit einer Gegenregulation und senkt seine Temperatur selbst.

In der Osteopathie werden direkte und indirekte Behandlungstechniken unterschieden. Mit einer direkten Technik wir das Gekrümmte gerade gezogen, das Zusammengestauchte gedehnt, was aus der Mitte geraten ist, zurückgeschoben, usw. Das heißt, das Problem des Körpers wird nach dem Prinzip der gegensätzlichen Therapie behandelt. Zu den direkten Techniken zählen z. B. die Mobilisation mit Impuls oder die Muskel-Energie-Technik.

Bei indirekten Techniken, wie sie bei einer kraniosakralen Behandlung eingesetzt werden, wird hingegen exakt die Fehlspannung oder Fehlstellung des betroffenen Körperbereiches eingestellt. Diese Stellung wird auch Balancepunkt genannt, da sich alle Verspannungen des Gewebes aufzuheben scheinen. Der Patient empfindet das oft als ein schwebendes Gefühl. Rhythmus, Amplitude und Qualität des Kranialrhythmus werden beobachtet. Wird die Stellung still beibehalten, ohne den Balancepunkt auch nur durch eine kleinste Bewegung abzulenken, ebbt der Kranialrhythmus langsam ab und kommt zum Stillstand. Dieser Ruhepunkt wird Stillpunkt genannt. Es ist ein Moment der Selbstorganisation und der Neuorientierung für den Organismus. Die Spannungen des Gewebes scheinen wegzuschmelzen. Der betroffene Körperbereich fühlt sich locker, leicht und warm an. Nach einer kurzen Pause setzt der Kranialrhythmus wieder gleichmäßig und kräftig ein.

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