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Techniker Krankenkasse übernimmt osteopathische Behandlungen

Seit 01.01.2012 übernimmt die Technikerkrankenkasse 6 osteopathische Behandlungen, wenn ein Arzt eine enstprechende Empfehlung ausspricht.
Nach dem Gespräch mit einer Mitarbeiterin der TK bedeutet dies,
dass unter den unten genannten Vorraussetzungen maximal 6 Behandlungen zu 80 % übernommen werden pro Kalenderjahr, wenn der Arzt ein formloses Schreiben aufsetzt, in dem er die osteopathische Behandlung als ergänzende Behandlung empfiehlt. Wichtig ist die Diagnose auf diesem Schreiben.

Hier der Auszug aus der Homepage der TK:

Osteopathie als TK-Leistung
Die TK eröffnet ihren Versicherten im Rahmen einer Satzungsleistung die Möglichkeit der osteopathischen Behandlung, wenn diese medizinisch geeignet ist, um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ein Fortschreiten der Krankheit zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern.

Der Anspruch setzt voraus, dass

*die osteopathische Behandlung durch einen Arzt veranlasst wird. Eine entsprechende formlose ärztliche Bescheinigung ist vorzulegen.
*die Behandlung qualitätsgesichert von einem Leistungserbringer durchgeführt wird, der Mitglied eines Berufsverbandes der Osteopathen ist oder eine osteopathische Ausbildung absolviert hat, die zum Beitritt in einen Osteopathieverband berechtigt.

Leistungsumfang
Die TK übernimmt die Kosten für maximal sechs Sitzungen je Kalenderjahr und Versicherten. Erstattet werden 80 Prozent des Rechnungsbetrages, jedoch nicht mehr als 60 Euro pro Sitzung.

Abrechnung
Die Abrechnung für Ihre osteopathische Behandlung erfolgt wie bei einem Privatpatienten.

Die Rechnung des Osteopathen bezahlen Sie zunächst selbst und reichen sie zusammen mit der ärztlichen Bescheinigung im Original bei der TK ein.

Die TK überweist dann den Erstattungsbetrag auf das von Ihnen angegebene Konto.

(  http://www.tk.de/tk/leistungen-a-z/o/osteopathie/405096  )

Prinzipiell freue ich mich, dass die TK der Osteopathie diesen Platz in ihrem Konzept einräumt.
Für mich fragwürdig ist allerdings die Tatsache, dass der Patient, der zu einem Osteopathen geht, vorher zu einem Arzt muss, um sich die Verordnung abzuholen.
Zumindest, wenn der behandelnde Osteopath auch Heilpraktiker ist, (und somit eben nicht weisungsgebunden), muss diese Art von Empfehlung eigentlich nicht ausgesprochen werden. Das ist so betrachtet doch wieder ein Rückschlag für den eigenständigen Berufsstand der Osteopathen in Deutschland, und wohl auch eine Entmündigung der Patienten, denen nicht zugetraut wird, entscheiden zu können, ob eine Behandlung sinnvoll ist.

 

 

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